Geplant war eine Landung auf der 05L in Düsseldorf. Ob es dabei bleiben würde, darüber verschaffte uns dann die Wettermeldung Klarheit. RWY in use 05R and 05L, TL 60, Wind aus 020° mit 09 kts, ONH 1016. Expect ILS approach steht außerdem wie üblich auf dem Ausdruck, dazu noch eine Meldung über erhöhte Vogelaktivität in der Nähe der Runways. Unten sieht man das Prozedere für das ILS 05L, nach dem dann Markus auch das Approach Briefing vornahm:
Hier kann man sehr schön die dicke Dunstschicht erkennen, die in diesen Tagen über NRW und insbesondere Düsseldorf hing. Die Hitze hatte ja bekanntlich in fast ganz Europa starken Einzug gehalten und das war die weit verbreitete Folge:
Hier befinden wir uns bereits im right downwind (rechter Gegenanflug klingt doof, finde ich) der 05L. Die Procedure sieht eigentlich vor, noch ziemlich weit nach Südwesten rauszufliegen, bevor man dann endlich nach rechts auf das ILS eindreht. Natürlich würden wir die Anflugstrecke verkürzen, was dann auch kurz darauf passierte...
Butterweich ging es in besagte Rechtskurve und wir fanden uns auf dem ILS wieder. Markus schaltete den AP ab und flog von Hand weiter, die Sichtverhältnisse waren dafür auch bestens geeignet.
Wenn man so etwas nicht gerade jeden Tag erlebt, dann ist so ein Jumpseatflug schon etwas sehr besonderes. Daher hier der Anflug noch aus einer leicht veränderten Perspektive - davon kann sich der Sim noch eine Scheibe abschneiden!

Die vorausgelandete A319 der Lufthansa hat die Piste zügig via Echo verlassen, sodass wir unsere Landefreigabe erhalten und den Anflug entspannt fortsetzen. Wie kurz die 2700 m aus dieser Perspektive wirken...

Und noch einmal die 05L! :D
Ohne großen Kommentar lasse ich das Bild einfach mal so stehen, mir persönlich gefällts! ;)

Auch wir verließen zügig die Piste via Echo und rollten dann über Mike zum Terminal zurück. Bei der LTU-Technik stand ein A330 zum Check in der Halle, alle Türen sind geöffnet und auch die Triebwerksverkleidungen sind geöffnet:

Das Terminal A in DUS, hauptsächlich von der LH genutzt. Allzuviel war in diesem Teil des Airports nicht los, alles sieht recht friedlich aus. Ich bin ehrlich gesagt selbst ein wenig überrascht, wie gut selbst die Grashalme noch herauskommen:
Fast schon einsam wirkt der Wagen der Vorfeldaufsicht zwischen den Terminals A und B, der uns zu unserer Position A12 führen sollte. Irgendwie schaut alles ein klein wenig verlassen aus, nicht?
Beim Eindrehen für das Gate 12 zeigten sich Lufthansa und Germanwings nebeneinander, inklusive Schriftzug "Düsseldorf International". Selbst mit dem Lu-Bird drauf sieht die LH irgendwie immer noch viel seriöser aus...
Follow Me hält nur kurz an, das klassische Einwinken gibt es gewöhnlich nur noch auf den Außenpositionen. Die beiden Herren vom Ground Staff warten bereits mit den Choks und der Ground Power, sodass wir die APU und auch unsere Tankfüllung nicht unnötig strapazieren müssen. Der Sim kann das leider nur sehr begrenzt nachbilden und darstellen:
BA46, F100/70... hm, nee, wir sind doch lieber ein "other types". Interessant fand ich die Muster in den Scheiben, die offenbar nur von außen wirklich zu sehen sind. Ich würde mal auf Enroute Charts o.ä. tippen, mit Airways etc. - oder?
Für den Rückflug durfte ich die Route programmieren, sowie Alternate und Engine Failure Procedure. Danach wurde noch der Fire Test gemacht, mit "schönem Konzert und Lichteffekten". ;)

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